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Hafen Sassnitz – Mukran Port, Fähren, Offshore & Daten
Der Hafen Sassnitz wird heute vor allem durch den Mukran Port auf Rügen geprägt. Der Tiefwasserhafen verbindet Fährverkehr, Schienenlogistik, Projektladung und Offshore-Windenergie an einem Standort. Eine Besonderheit ist die direkte Anbindung sowohl an das europäische Normalspurnetz als auch an Breitspur. Dieses Hafenprofil bündelt Kennzahlen, Verkehrsdaten, Terminals, Fährverbindungen und langfristige Entwicklungen.
Hafenprofil
Hafen Sassnitz und Mukran Port im Überblick
Der Mukran Port liegt nordöstlich von Sassnitz auf der Insel Rügen. Er ist der östlichste Tiefwasserhafen Deutschlands und besitzt besonders kurze Seeverbindungen in Richtung Skandinavien, Finnland und Baltikum.
Hafen auf einen Blick
| UN/LOCODE | DESAS |
|---|---|
| Land | Deutschland |
| Stadt | Sassnitz |
| Region | Mecklenburg-Vorpommern |
| Wasserstraße | Ostsee |
| Hafentyp | Seehafen / Fähr-, RoRo-, Offshore- und Universalhafen |
| Hafenbehörde | Stadt Sassnitz – Hafenamt |
| Hafenmarketing | Fährhafen Sassnitz GmbH (Mukran Port) |
| Betreiber | Fährhafen Sassnitz GmbH (Mukran Port) |
Aktuelle Hafendaten
Sassnitz: aktuelle Kennzahlen
Die wichtigsten verfügbaren Hafenkennzahlen werden zentral im Schiffsradar-Datenportal gepflegt und können unabhängig von den redaktionellen Inhalten aktualisiert werden.
Lage und Bedeutung des Hafens Sassnitz
Mukran liegt an der Ostküste Rügens und besitzt einen direkten Zugang zur offenen Ostsee. Die kurze nautische Distanz zu Skandinavien und zum Baltikum ist ein zentraler Standortvorteil.
Der Hafen ist über die Rügenbrücke bei Stralsund an das deutsche Straßennetz angebunden. Überregionale Bahnverbindungen führen unter anderem über die Knoten Seddin und Maschen.
Für den Ostseeverkehr sind vor allem Rostock, Kiel, Lübeck und Puttgarden interessante Vergleichsstandorte.
Tiefwasserlage, Fährverbindungen, Breitspur- und Normalspurbahn sowie Offshore-Windenergie bilden eine ungewöhnlich vielseitige Kombination.
Seeverkehr
Güterumschlag im Hafen Sassnitz
Mukran Port ist als Multifunktionshafen auf unterschiedliche Ladungsarten ausgerichtet. Dazu gehören RoRo-Verkehre, Projektladung, Stückgut, Container, Forstprodukte und industrielle Ladungen.
Durch seine offene Lage an der Ostsee können Schiffe den Hafen ohne lange Revierfahrt erreichen. Das ist besonders für zeitkritische Fähr-, Projekt- und Offshore-Verkehre von Vorteil.
Zeitreihe
Entwicklung des Seegüterumschlags
Die standardisierte Zeitreihe zeigt die Entwicklung des Seegüterumschlags und ermöglicht einen Vergleich mit anderen deutschen Seehäfen.
Jahreswerte
2015–2024| Jahr | Wert | Veränderung | Quelle |
|---|---|---|---|
| 2015 | 1,1 Mio. t | – | Eurostat |
| 2016 | 1,3 Mio. t | +23,1 % | Eurostat |
| 2017 | 1,5 Mio. t | +15,2 % | Eurostat |
| 2018 | 1,8 Mio. t | +18,2 % | Eurostat |
| 2019 | 1,7 Mio. t | -5,9 % | Eurostat |
| 2020 | 1,2 Mio. t | -30,1 % | Eurostat |
| 2021 | 1,4 Mio. t | +13,3 % | Eurostat |
| 2022 | 1,4 Mio. t | -0,4 % | Eurostat |
| 2023 | 1,2 Mio. t | -15,0 % | Eurostat |
| 2024 | 1,9 Mio. t | +67,2 % | Eurostat |
Quelle: Eurostat
Diese Zeitreihe verwendet für jedes Jahr dieselbe standardisierte Ranking-Quellenlogik (ranking_de). Damit bleiben die Werte zwischen Häfen und Jahren methodisch vergleichbar. Materialisierte Jahreswerte aus Quartalsdaten werden nur verwendet, wenn der jeweilige Import eine vollständige Q1–Q4-TOTAL-Reihe validiert hat. Fehlende Jahre werden nicht als 0 ergänzt.
Ostseeverkehr
Fährverkehr ab Sassnitz-Mukran
Der Fährverkehr gehört seit Jahrzehnten zur Geschichte des Hafenstandorts. Heute bestehen regelmäßige Verbindungen nach Dänemark.
Mukran Port nennt aktuell eine regelmäßige Fährverbindung nach Dänemark. In der Sommersaison wird der Fährhafen zusätzlich über eine Bahnverbindung für Reisende erschlossen.
Die geografische Lage auf Rügen verkürzt die Seestrecke gegenüber weiter westlich gelegenen deutschen Ostseehäfen und schafft damit besondere Vorteile für Verkehre in den südlichen Ostseeraum.
Der Hafen ist direkt auf schnelle Ostseeverbindungen ausgerichtet und verfügt über Kapazitäten für zusätzliche Fähr- und Trampverkehre.
Schienenhafen
Normalspur und Breitspur im Mukran Port
Eine der außergewöhnlichsten Eigenschaften des Hafens ist seine Schieneninfrastruktur.
Mukran Port verfügt sowohl über europäische Normalspur als auch über Breitspur bis direkt an die Verladerampen.
Dadurch können Güter zwischen unterschiedlichen Eisenbahnsystemen umgeschlagen werden. Der Hafen verfügt zusätzlich über ein eigenes Schienennetz im Hafen- und Bahnhofsbereich.
Diese Infrastruktur ist historisch eng mit der Entwicklung des Fährhafens in den 1980er-Jahren verbunden und stellt bis heute ein besonderes logistisches Merkmal des Standorts dar.
Nur wenige deutsche Seehäfen verfügen über eine vergleichbare Kombination aus Normalspur- und Breitspurinfrastruktur direkt im Hafengebiet.
Windenergie
Mukran Port als Offshore-Windhafen
Der Hafen hat sich in den vergangenen Jahren zu einem wichtigen Basis- und Servicestandort für Offshore-Windenergie in der Ostsee entwickelt.
Mukran Port nennt eine Wassertiefe von bis zu 10,5 Metern für die Offshore-Anlagen. Dadurch können gängige Installations- und Serviceschiffe den Hafen nutzen.
Das Offshore-Terminal Süd wurde unter anderem bei den Projekten EnBW Baltic 2 und Wikinger eingesetzt. Auch für weitere Offshore-Windparks im Ostseeraum dient der Standort als Montage-, Lager- und Servicebasis.
Der Hafen entwickelt sich dabei vom reinen Installationsstandort zunehmend zu einem langfristigen Wartungs- und Servicezentrum für Offshore-Windparks.
Kurze Seedistanzen zu Windparks in der Ostsee und große zusammenhängende Hafenflächen reduzieren Transport- und Installationswege.
Hafenanlagen
Wichtige Hafenbereiche in Sassnitz-Mukran
Der Hafen verbindet Fähr-, Güter-, Bahn- und Offshore-Funktionen innerhalb eines großen Hafengebiets.
Fährterminal Mukran
Terminalbereich für Passagier- und Fahrzeugfähren sowie zusätzliche RoRo- und Fährverkehre.
Offshore-Terminal Süd
Spezialisierter Hafenbereich für Lagerung, Montage und Verschiffung großer Offshore-Windenergiekomponenten.
Bahnhof und Umschlaganlagen
Normalspur und Breitspur reichen direkt bis an die Verladeanlagen. Ergänzt wird die Infrastruktur durch ein eigenes Hafenbahnnetz.
Güter- und Projektflächen
Große Terminal- und Freiflächen ermöglichen den Umschlag von Stückgut, Projektladung, Containern und industriellen Gütern.
Nautik
Tiefwasserhafen an der Ostsee
Die nautischen Bedingungen sind ein wichtiger Standortvorteil des Mukran Port.
Die Hafengesellschaft nennt für den Hafen Wassertiefen von bis zu 12,5 Metern. Dadurch können nahezu alle im Ostseeraum üblichen Schiffsklassen den Standort anlaufen.
Der Hafen besitzt keine langen Fluss- oder Revierpassagen. Schiffe erreichen die Anlagen direkt aus dem seeschifftiefen Wasser der Ostsee.
Schiffsverkehr
Schiffsanläufe im Hafen Sassnitz
Fähren, RoRo-Schiffe, Projektfrachter, Offshore-Spezialschiffe und weitere Frachter prägen den Schiffsverkehr in Mukran.
Jahreswerte
2015–2024| Jahr | Wert | Veränderung | Quelle |
|---|---|---|---|
| 2015 | 570 calls | – | Eurostat |
| 2016 | 620 calls | +8,8 % | Eurostat |
| 2017 | 589 calls | -5,0 % | Eurostat |
| 2018 | 556 calls | -5,6 % | Eurostat |
| 2019 | 453 calls | -18,5 % | Eurostat |
| 2020 | 340 calls | -24,9 % | Eurostat |
| 2021 | 445 calls | +30,9 % | Eurostat |
| 2022 | 729 calls | +63,8 % | Eurostat |
| 2023 | 538 calls | -26,2 % | Eurostat |
| 2024 | 682 calls | +26,8 % | Eurostat |
Quelle: Eurostat
Diese Zeitreihe verwendet für jedes Jahr dieselbe standardisierte Ranking-Quellenlogik (ranking_de). Damit bleiben die Werte zwischen Häfen und Jahren methodisch vergleichbar. Materialisierte Jahreswerte aus Quartalsdaten werden nur verwendet, wenn der jeweilige Import eine vollständige Q1–Q4-TOTAL-Reihe validiert hat. Fehlende Jahre werden nicht als 0 ergänzt.
Hafenvergleich
Sassnitz im Vergleich mit anderen deutschen Häfen
Mukran Port besitzt ein sehr spezialisiertes Profil. Gesamttonnage allein bildet die Bedeutung der Bahn-, Fähr- und Offshore-Infrastruktur daher nur teilweise ab.
Rankingpositionen
Positionen aus den standardisierten Rankingquellen; Profilwerte können davon methodisch abweichen.
Für den deutschen Ostseeverkehr sind insbesondere Rostock, Lübeck, Kiel und Puttgarden relevante Vergleichsstandorte.
Für Offshore-Windenergie ist außerdem Cuxhaven interessant, wobei sich Nordsee- und Ostseeprojekte nautisch und logistisch deutlich unterscheiden.
Fragen & Antworten
FAQ zum Hafen Sassnitz
Was ist der Mukran Port?
Mukran Port ist der große See- und Fährhafen nordöstlich von Sassnitz auf Rügen. Er ist Deutschlands östlichster Tiefwasserhafen.
Welche Fähren fahren ab Sassnitz?
Mukran Port nennt aktuell regelmäßige Fährverbindungen nach Dänemark. Das konkrete saisonale Angebot kann sich ändern.
Was ist das Besondere an der Bahn in Mukran?
Der Hafen verfügt sowohl über europäische Normalspur als auch über Breitspur bis direkt an die Verladerampen.
Ist Sassnitz ein Tiefwasserhafen?
Ja. Mukran Port bezeichnet den Standort als Deutschlands östlichsten Tiefwasserhafen. Für den Hafen werden Wassertiefen von bis zu 12,5 Metern angegeben.
Welche Rolle spielt Mukran für Offshore-Windenergie?
Der Hafen dient als Installations-, Lager- und Servicestandort für Offshore-Windparks in der Ostsee und wurde unter anderem bei Baltic 2 und Wikinger eingesetzt.
Welche Häfen sind mit Sassnitz vergleichbar?
Im Ostseeverkehr sind insbesondere Rostock, Lübeck, Kiel und Puttgarden interessante Vergleichsstandorte.
Hafenprofile
Weitere Häfen vergleichen
Über die weiteren Hafenprofile lassen sich Kennzahlen,
Verkehrsentwicklung und Infrastruktur anderer Häfen mit
Sassnitz vergleichen.
Statistiken
Sassnitz in den deutschen Hafenstatistiken
Weitere Hafenvergleiche und Zeitreihen finden sich in den übergeordneten Statistikbereichen von Schiffsradar.org.
Datenbasis
Quellen und Methodik
Für Sassnitz werden bevorzugt offizielle Angaben der Fährhafen Sassnitz GmbH beziehungsweise Mukran Port sowie standardisierte amtliche Hafenstatistiken verwendet. Mukran Port und Stadthafen Sassnitz werden bei unterschiedlichen statistischen Abgrenzungen getrennt behandelt.

