Hafenprofil · Deutschland · Oldenburg

Hafen Oldenburg – Daten, Agrargüter & Baustoffe

Der Hafen Oldenburg ist ein kombinierter See- und Binnenhafen im Nordwesten Niedersachsens. Agrargüter, Baustoffe, Sekundärrohstoffe und Projektladung bilden die wichtigsten Umschlagsegmente. Über Hunte und Küstenkanal ist der Hafen sowohl mit der Nordsee als auch mit dem deutschen Binnenwasserstraßennetz verbunden. Dieses Hafenprofil bündelt Kennzahlen, Güterverkehr, Infrastruktur und Schiffsbewegungen.

Oldenburg
Hunte · Küstenkanal
See- und Binnenhafen
Trimodaler Logistikstandort

Hafenprofil

Hafen Oldenburg im Überblick

Der Hafen Oldenburg liegt am Schnittpunkt der Seewasserstraße Hunte und der Binnenwasserstraße Küstenkanal. Dadurch können sowohl Seeschiffe als auch Binnenschiffe den Hafen erreichen.

Hafen auf einen Blick

UN/LOCODE DEOLO
Land Deutschland
Stadt Oldenburg
Region Niedersachsen
Wasserstraße Hunte / Küstenkanal
Hafentyp See- und Binnenhafen / Universalhafen
Hafenbehörde Stadt Oldenburg – Hafenbüro
Hafenmarketing Oldenburger Hafenwirtschaftsgemeinschaft e. V.
Betreiber Stadt Oldenburg (Oldb)
Datenhinweis: Die Oldenburger Hafenstatistik umfasst seit 2007 auch Bahnumschlag. Betreiberangaben und standardisierte reine Schiffsverkehrsdaten sollten deshalb nicht ohne Prüfung miteinander verglichen werden.

Aktuelle Hafendaten

Oldenburg: aktuelle Kennzahlen

Die wichtigsten verfügbaren Hafenkennzahlen werden zentral im Schiffsradar-Datenportal gepflegt und können unabhängig von den redaktionellen Inhalten aktualisiert werden.

Lage und Bedeutung des Hafens Oldenburg

Oldenburg liegt im Zentrum der Weser-Ems-Region. Über die Hunte besteht eine Verbindung zur Weser und weiter zur Nordsee, während der Küstenkanal den Hafen mit dem deutschen Binnenwasserstraßennetz verbindet.

Landseitig ist der Hafen über die Autobahnen A28 und A29 erschlossen. Eigene Gleisanschlüsse verbinden mehrere Umschlagterminals mit dem Netz der Deutschen Bahn.

Für regionale Vergleiche sind insbesondere Bremen, Brake, Leer und Papenburg relevant.

Charakteristisch für Oldenburg:
Die Kombination aus See- und Binnenschifffahrt sowie Bahn- und Straßenanbindung macht den Hafen zu einem trimodalen Logistikstandort.

Hafenverkehr

Güterumschlag im Hafen Oldenburg

Agrargüter und Baustoffe bilden den größten Teil des Oldenburger Hafenumschlags.

Im Jahr 2025 wurden im Hafen Oldenburg nach Angaben der Stadt insgesamt 1.106.731 Tonnen Güter umgeschlagen.

Damit bewegt sich der Hafen seit mehreren Jahren relativ stabil in einer Größenordnung von rund einer Million Tonnen jährlich.

Die städtische Umschlagstatistik umfasst seit 2007 auch den Bahnumschlag. Dieser Gesamtwert ist deshalb nicht automatisch mit einer reinen Seegüterstatistik vergleichbar.

Zeitreihe

Entwicklung des Güterumschlags

Die Oldenburger Hafenstatistik reicht über mehrere Jahrzehnte zurück und zeigt eine vergleichsweise stabile Entwicklung des Wirtschaftsstandorts.

Seegüterumschlag – Oldenburg

2015–2024
Vergleichen mit: Max. 2 zusätzliche Häfen

Jahreswerte

2015–2024
JahrWertVeränderungQuelle
2015 76.000 t Eurostat
2016 66.000 t -13,2 % Eurostat
2017 63.000 t -4,5 % Eurostat
2018 80.000 t +27,0 % Eurostat
2019 67.000 t -16,3 % Eurostat
2020 73.000 t +9,0 % Eurostat
2021 66.000 t -9,6 % Eurostat
2022 80.000 t +21,2 % Eurostat
2023 107.000 t +33,8 % Eurostat
2024 21.000 t -80,4 % Eurostat

Quelle: Eurostat

Quelle & Methodik

Diese Zeitreihe verwendet für jedes Jahr dieselbe standardisierte Ranking-Quellenlogik (ranking_de). Damit bleiben die Werte zwischen Häfen und Jahren methodisch vergleichbar. Materialisierte Jahreswerte aus Quartalsdaten werden nur verwendet, wenn der jeweilige Import eine vollständige Q1–Q4-TOTAL-Reihe validiert hat. Fehlende Jahre werden nicht als 0 ergänzt.

Die Stadt weist für 2023 einen Gesamtumschlag von rund 1,135 Millionen Tonnen, für 2024 rund 1,093 Millionen Tonnen und für 2025 rund 1,107 Millionen Tonnen aus.

Für standardisierte Rankings und Diagramme wird nur eine Datenreihe verwendet, deren Definition über alle dargestellten Jahre vergleichbar ist.

Agrarlogistik

Getreide, Futtermittel und Dünger

Landwirtschaftliche Güter bilden die wichtigste Gütergruppe im Hafen Oldenburg.

Nach Angaben der Stadt entfallen langfristig rund 46 Prozent des Gesamtumschlags auf landwirtschaftliche Güter.

Zu den wichtigsten Ladungen gehören Getreide, Futtermittel und Düngemittel. Große Silo- und Bodenspeicher ermöglichen die Lagerung erheblicher Mengen.

Agraranteil
ca. 46 %

Anteil landwirtschaftlicher Güter am Gesamtumschlag.

Silo & Speicher
110.500 t

Verfügbare Silo- und Bodenspeicherkapazität.

Agrarhafen:
Oldenburg besitzt eine wichtige Versorgungsfunktion für die landwirtschaftlich geprägte Weser-Ems-Region.

Baustofflogistik

Sand, Kies, Steine und Baustoffe

Baustoffe bilden die zweitgrößte wichtige Gütergruppe des Oldenburger Hafens.

Die Stadt nennt für Sand, Kies, Natursteine und Splitt einen Anteil von rund 36 Prozent am gesamten Hafenumschlag.

Der Transport großer Mengen per Binnen- oder Seeschiff reduziert den Bedarf an langen Straßentransporten und macht den Hafen besonders für regionale Bau- und Infrastrukturprojekte interessant.

Baustoffhafen:
Zusammen stellen Agrargüter und Baustoffe den weit überwiegenden Teil der Oldenburger Hafenleistung.

Weitere Ladungen

Sekundärrohstoffe und Projektladung

Neben den großen Agrar- und Baustoffsegmenten werden weitere Güter über Oldenburg transportiert.

Die Hafenwirtschaft nennt insbesondere Sekundärrohstoffe und Projektladung als weitere wichtige Geschäftsfelder.

Produzierende Unternehmen im Hafengebiet können Rohstoffe per Schiff erhalten und eigene Produkte direkt über den Hafen versenden.

Hafenanlagen

Infrastruktur des Hafens Oldenburg

Die Infrastruktur ist auf Massen-, Stück- und Projektgüter sowie kombinierte Verkehrswege ausgerichtet.

Hafenfläche
ca. 51 ha

Gesamte gewerbliche Hafenfläche.

Umschlagkajen
1.900 m

Vier Flusskajen für den Güterumschlag.

Liegeflächen
300 m

Zusätzliche Stand- und Liegeplätze.

Lagerflächen
> 200.000 m²

Verfügbare Lagerkapazitäten im Hafen.

Agrar

Agrarterminals

Silo- und Umschlaganlagen für Getreide, Futtermittel, Dünger und weitere landwirtschaftliche Güter.

Baustoffe

Baustoffterminals

Spezialisierte Anlagen für Sand, Kies, Natursteine, Splitt und weitere Baurohstoffe.

Schiene

Bahnanbindung

Mehrere Umschlagterminals besitzen direkte Anschlussgleise an das Netz der Deutschen Bahn.

Projektladung

Projekt- und Stückgutflächen

Kran- und Lagertechnik ermöglicht neben Massengütern auch Stück- und Projektladungen.

Nautik

Welche Schiffe können Oldenburg erreichen?

Die Hunte verbindet den Hafen mit der Weser und ermöglicht auch den Zugang für kleinere Seeschiffe.

Nordseedistanz
93 km

Entfernung des Hafens von der Nordsee.

Seeschiffe
bis 110 m

Maximal angegebene Schiffslänge.

Seeschiff-Tiefgang
bis 4,50 m

Maximal angegebener Tiefgang.

Krankapazität
bis 45 t

Maximale angegebene Kranleistung.

See- & Binnenschifffahrt

Hunte und Küstenkanal

Die Lage am Übergang zwischen See- und Binnenwasserstraße ist ein zentrales Merkmal des Hafens.

Über die Hunte gelangen Schiffe zur Unterweser und weiter zur Nordsee. In der anderen Richtung verbindet der Küstenkanal Oldenburg mit dem deutschen Binnenwasserstraßennetz.

Dadurch ist der Hafen auch eine Durchgangsstation für Binnenschiffe zwischen Rhein-Ruhr-Raum und Weser-Ems-Region.

Schiffsbewegungen

Schiffsanläufe im Hafen Oldenburg

Binnenschiffe dominieren den Verkehr, während zusätzlich regelmäßig kleinere Seeschiffe den Hafen erreichen.

Schiffsanläufe – Oldenburg

2015–2023
Vergleichen mit: Max. 2 zusätzliche Häfen

Jahreswerte

2015–2023
JahrWertVeränderungQuelle
2015 50 calls Eurostat
2016 43 calls -14,0 % Eurostat
2017 42 calls -2,3 % Eurostat
2018 52 calls +23,8 % Eurostat
2019 47 calls -9,6 % Eurostat
2020 48 calls +2,1 % Eurostat
2021 40 calls -16,7 % Eurostat
2022 47 calls +17,5 % Eurostat
2023 58 calls +23,4 % Eurostat

Quelle: Eurostat

Quelle & Methodik

Diese Zeitreihe verwendet für jedes Jahr dieselbe standardisierte Ranking-Quellenlogik (ranking_de). Damit bleiben die Werte zwischen Häfen und Jahren methodisch vergleichbar. Materialisierte Jahreswerte aus Quartalsdaten werden nur verwendet, wenn der jeweilige Import eine vollständige Q1–Q4-TOTAL-Reihe validiert hat. Fehlende Jahre werden nicht als 0 ergänzt.

Die Stadt nennt im langjährigen Durchschnitt etwa 1.000 Binnenschiffe und 60 Seeschiffe pro Jahr.

An der Schleuse Oldenburg werden jährlich rund 4.000 Schiffe mit ungefähr zwei Millionen Tonnen Ladung in beide Richtungen geschleust. Diese Schleusenbewegungen sind jedoch nicht identisch mit Hafenanläufen.

Schleusenpassagen, Hafenanläufe und Frachtschiffsbewegungen sind unterschiedliche statistische Kennzahlen und werden im Datenportal getrennt behandelt.

Hafenvergleich

Oldenburg im Vergleich mit anderen deutschen Häfen

Oldenburg gehört zu den umschlagsstärkeren Binnenhäfen Niedersachsens, lässt sich aufgrund seiner kombinierten See- und Binnenhafenfunktion aber nur eingeschränkt mit klassischen Seehäfen vergleichen.

Rankingpositionen

Positionen aus den standardisierten Rankingquellen; Profilwerte können davon methodisch abweichen.

#41
Seegüterumschlag
21.000 t
2024 · Eurostat

Für die Weser-Ems-Region sind insbesondere Leer, Papenburg, Bremen und Brake interessante Vergleichsstandorte.

Beim Vergleich sollte insbesondere zwischen Seegüterverkehr, Binnenschiffsverkehr und Gesamtumschlag über mehrere Verkehrsträger unterschieden werden.

Fragen & Antworten

FAQ zum Hafen Oldenburg

Ist Oldenburg ein Seehafen?

Ja. Oldenburg ist ein kombinierter See- und Binnenhafen. Kleinere Seeschiffe erreichen den Hafen über Weser und Hunte.

Wie viel Güter werden im Hafen Oldenburg umgeschlagen?

Im Jahr 2025 weist die Stadt Oldenburg einen Gesamtumschlag von 1.106.731 Tonnen aus.

Welche Güter werden in Oldenburg umgeschlagen?

Besonders wichtig sind Getreide, Futtermittel, Düngemittel sowie Sand, Kies, Natursteine und Splitt. Hinzu kommen Sekundärrohstoffe und Projektladung.

Welche Gütergruppe ist in Oldenburg am wichtigsten?

Landwirtschaftliche Güter stellen nach Angaben der Stadt rund 46 Prozent des Hafenumschlags. Baustoffe folgen mit etwa 36 Prozent.

Wie groß ist der Hafen Oldenburg?

Die Hafenfläche beträgt rund 51 Hektar. Für den Umschlag stehen etwa 1.900 Meter Flusskajen sowie zusätzliche Liegeflächen zur Verfügung.

Wie groß dürfen Seeschiffe in Oldenburg sein?

Die Hafenwirtschaft nennt Seeschiffe bis etwa 110 Meter Länge und bis zu 4,50 Meter Tiefgang.

Welche Häfen sind mit Oldenburg vergleichbar?

Besonders relevant sind Leer, Papenburg, Bremen und Brake.

Hafenprofile

Weitere Häfen vergleichen

Über die weiteren Hafenprofile lassen sich Kennzahlen,
Verkehrsentwicklung und Infrastruktur anderer Häfen mit
Oldenburg vergleichen.

Statistiken

Oldenburg in den deutschen Hafenstatistiken

Weitere Hafenvergleiche und Zeitreihen finden sich in den übergeordneten Statistikbereichen von Schiffsradar.org.

Datenbasis

Quellen und Methodik

Für Oldenburg werden bevorzugt offizielle Angaben der Stadt Oldenburg, der Hafenbehörde und der Oldenburger Hafenwirtschaft sowie standardisierte amtliche Hafenstatistiken verwendet. Gesamtumschlag, Bahnumschlag, See- und Binnenschiffsverkehr werden bei unterschiedlichen Definitionen getrennt behandelt.