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Hafen Stade – Daten, Chemie, Aluminium & Massengut
Der Hafen Stade ist ein tideunabhängiger Industrie- und Universalhafen an der Elbe. Besondere Schwerpunkte liegen bei festen und flüssigen Massengütern, Chemieprodukten, Aluminiumrohstoffen und industriellen Verkehren. Dieses Hafenprofil bündelt Kennzahlen, Verkehrsdaten, Hafenanlagen, Schiffsanläufe und langfristige Entwicklungen.
Hafenprofil
Hafen Stade im Überblick
Der Seehafen Stade liegt unmittelbar an der Elbe zwischen Hamburg und Cuxhaven. Der Hafen ermöglicht auf hochwassersicheren Flächen den Umschlag und die Lagerung von Massen- und Stückgütern und ist eng mit den umliegenden Industrieunternehmen verbunden.
Hafen auf einen Blick
| UN/LOCODE | DESTA |
|---|---|
| Land | Deutschland |
| Stadt | Stade |
| Region | Niedersachsen |
| Wasserstraße | Elbe |
| Hafentyp | Seehafen / Industrie- und Energiehafen |
| Hafenbehörde | Niedersachsen Ports GmbH & Co. KG, Niederlassung Stade |
| Hafenmarketing | Seaports of Niedersachsen GmbH |
| Betreiber | Niedersachsen Ports GmbH & Co. KG, Niederlassung Stade |
Aktuelle Hafendaten
Stade: aktuelle Kennzahlen
Die wichtigsten verfügbaren Hafenkennzahlen werden zentral im Schiffsradar-Datenportal gepflegt und können dadurch unabhängig von den redaktionellen Inhalten aktualisiert werden.
Lage und Bedeutung des Hafens Stade
Stade liegt an der Unterelbe zwischen dem Hamburger Hafen und dem Hafen Cuxhaven. Die Lage verbindet einen seeschifftiefen Elbzugang mit kurzen Wegen in die Metropolregion Hamburg und in das Elbe-Weser-Dreieck.
Der Hafen ist unmittelbar in die regionalen Industrie- und Produktionsstandorte eingebunden. Dadurch besitzt Stade eine deutlich stärkere industrielle Ausrichtung als klassische Fähr- oder Containerhäfen.
Weitere interessante Vergleichsstandorte sind Brunsbüttel und Brake, die ebenfalls stark durch Massengut-, Industrie- und Spezialverkehre geprägt sind.
Chemie- und Aluminiumindustrie, Gefahrgutkompetenz sowie der Umschlag fester und flüssiger Massengüter prägen das Hafenprofil.
Seeverkehr
Güterumschlag im Hafen Stade
Der Güterumschlag in Stade wird wesentlich von industriellen Rohstoffen und Massengütern bestimmt. Daneben gewinnt der Standort zunehmend als vielseitiger Universalhafen an Bedeutung.
Zu den wichtigsten Güterarten gehören Rohstoffe und Vorprodukte für die Chemie- und Aluminiumindustrie sowie weitere feste und flüssige Massengüter.
Niedersachsen Ports hebt besonders die Erfahrung des Hafens im Umgang mit Gefahrgütern hervor. Dadurch besitzt Stade eine hohe Spezialisierung auf industrielle Transport- und Produktionsketten.
Zeitreihe
Entwicklung des Seegüterumschlags
Die standardisierte Zeitreihe zeigt die langfristige Entwicklung des Seegüterumschlags in Stade und ermöglicht den Vergleich mit anderen deutschen Seehäfen.
Jahreswerte
2015–2024| Jahr | Wert | Veränderung | Quelle |
|---|---|---|---|
| 2015 | 0 t | – | Eurostat |
| 2016 | 8.000 t | – | Eurostat |
| 2017 | 5,8 Mio. t | +72.350,0 % | Eurostat |
| 2018 | 5,7 Mio. t | -2,4 % | Eurostat |
| 2022 | 5,1 Mio. t | -9,6 % | Eurostat |
| 2023 | 3,7 Mio. t | -27,3 % | Eurostat |
| 2024 | 5,5 Mio. t | +47,4 % | Eurostat |
Quelle: Eurostat
Diese Zeitreihe verwendet für jedes Jahr dieselbe standardisierte Ranking-Quellenlogik (ranking_de). Damit bleiben die Werte zwischen Häfen und Jahren methodisch vergleichbar. Materialisierte Jahreswerte aus Quartalsdaten werden nur verwendet, wenn der jeweilige Import eine vollständige Q1–Q4-TOTAL-Reihe validiert hat. Fehlende Jahre werden nicht als 0 ergänzt.
Industriestandort
Stade als Chemie- und Industriehafen
Der Hafen ist eng mit den großen Industrieunternehmen am Standort verbunden. Produktion, Rohstoffversorgung und Seeverkehr greifen dadurch direkt ineinander.
Niedersachsen Ports bezeichnet Stade als leistungsstarken Industriehafen mit besonderer Kompetenz für Massengüter und Chemikalien.
Die unmittelbare Nähe zu industriellen Produktionsanlagen reduziert zusätzliche Landtransporte und ermöglicht direkte Umschlagsketten zwischen Schiff, Lagerung und Verarbeitung.
Der Seehafen Stade ist eng in die Chemie- und Aluminiumindustrie der Region eingebunden und erfüllt dadurch eine wichtige Versorgungsfunktion.
Bulk Cargo
Massengut im Hafen Stade
Feste und flüssige Massengüter gehören zu den Kernkompetenzen des Hafens.
Die Hafenanlagen sind auf große industrielle Gütermengen ausgelegt. Förderanlagen und spezialisierte Umschlagtechnik ermöglichen den direkten Transport zwischen Schiff und Produktionsstandorten.
Durch die unterschiedliche Struktur der Ladungen sollte der Hafen nicht ausschließlich anhand der Zahl der Schiffsanläufe bewertet werden. Einzelne Massengutschiffe können erhebliche Mengen pro Anlauf transportieren.
Industriegüter
Bauxit und Aluminiumrohstoffe
Der Hafen besitzt eine besondere Bedeutung für die Versorgung der Aluminiumindustrie am Standort Stade.
Im Nordhafen steht eine Kranbrücke für den Umschlag von Bauxit zur Verfügung. Niedersachsen Ports nennt eine Löschleistung von bis zu 1.000 Tonnen pro Stunde.
Zusätzlich steht ein Schiffsbelader für Aluminiumoxid und Aluminiumhydroxid zur Verfügung. Die Leistung liegt nach Angaben von Niedersachsen Ports zwischen 300 und 600 Tonnen pro Stunde.
Beide Anlagen sind über Förderbandsysteme direkt mit dem angrenzenden Industriebetrieb verbunden.
Die Förderbandverbindungen ermöglichen den Transport großer Rohstoffmengen ohne zusätzlichen Straßen- oder Bahntransport zwischen Hafen und Werk.
Hafenanlagen
Hafenbereiche und Infrastruktur in Stade
Der Hafen besteht aus unterschiedlichen Bereichen für industrielle und vielseitige Hafenverkehre.
Nordhafen
Der Nordhafen ist insbesondere auf Rohstoffe für die Aluminiumindustrie ausgerichtet und verfügt über leistungsfähige Förder- und Umschlaganlagen.
Seehafen Stade
Neben den industriellen Spezialverkehren ermöglicht der Hafen auch den Umschlag und die Lagerung verschiedener Massen- und Stückgüter.
Chemie- und Flüssiggutanlagen
Spezialisierte Anlagen und langjährige Erfahrung ermöglichen den sicheren Umschlag chemischer und flüssiger Massengüter.
Geplantes Multifunktionsterminal
Als Norderweiterung ist ein rund 24 Hektar großes Multifunktionsterminal mit Gleisanschluss vorgesehen.
Ausbau
Weiterentwicklung des Hafens Stade
Niedersachsen Ports plant eine weitere Diversifizierung des Hafenstandorts.
Eine zentrale Perspektive ist die geplante Norderweiterung mit einem rund 24 Hektar großen Multifunktionsterminal.
Durch zusätzliche Flächen und einen geplanten Gleisanschluss soll der Hafen neben den bestehenden Industrie- und Massengutverkehren weitere Ladungsarten und Logistikfunktionen aufnehmen können.
Schiffsverkehr
Schiffsanläufe im Hafen Stade
Massengutfrachter, Tankschiffe und weitere Industrie- und Frachtschiffe prägen den Seeverkehr des Hafens.
Jahreswerte
2017–2024| Jahr | Wert | Veränderung | Quelle |
|---|---|---|---|
| 2017 | 487 calls | – | Eurostat |
| 2018 | 484 calls | -0,6 % | Eurostat |
| 2022 | 629 calls | +30,0 % | Eurostat |
| 2023 | 577 calls | -8,3 % | Eurostat |
| 2024 | 653 calls | +13,2 % | Eurostat |
Quelle: Eurostat
Diese Zeitreihe verwendet für jedes Jahr dieselbe standardisierte Ranking-Quellenlogik (ranking_de). Damit bleiben die Werte zwischen Häfen und Jahren methodisch vergleichbar. Materialisierte Jahreswerte aus Quartalsdaten werden nur verwendet, wenn der jeweilige Import eine vollständige Q1–Q4-TOTAL-Reihe validiert hat. Fehlende Jahre werden nicht als 0 ergänzt.
Hafenvergleich
Stade im Vergleich mit anderen deutschen Häfen
Stade besitzt ein stark industriell geprägtes Hafenprofil. Ein Vergleich ausschließlich anhand der Gesamttonnage bildet die besondere Rolle für Chemie und Aluminium daher nur teilweise ab.
Rankingpositionen
Positionen aus den standardisierten Rankingquellen; Profilwerte können davon methodisch abweichen.
Besonders interessante Vergleichsstandorte sind Brunsbüttel mit seinem Chemie- und Energiecluster, Brake mit starken Massengutverkehren sowie Cuxhaven.
Für den Elberaum ist außerdem der Hamburger Hafen ein wichtiger Bezugspunkt, besitzt jedoch als großer Universal- und Containerhafen eine völlig andere Größen- und Ladungsstruktur.
Fragen & Antworten
FAQ zum Hafen Stade
Wofür ist der Hafen Stade besonders bekannt?
Stade ist besonders durch die Chemie- und Aluminiumindustrie sowie den Umschlag fester und flüssiger Massengüter geprägt.
Wo liegt der Hafen Stade?
Der Seehafen Stade liegt direkt an der Elbe zwischen Hamburg und Cuxhaven.
Welche Güter werden in Stade umgeschlagen?
Zu den wichtigen Gütern gehören unter anderem Bauxit, Aluminiumrohstoffe, Chemikalien sowie weitere feste und flüssige Massengüter.
Ist Stade ein Industriehafen?
Ja. Der Hafen ist eng mit der regionalen Chemie- und Aluminiumindustrie verbunden. Niedersachsen Ports beschreibt den Standort inzwischen zugleich als vielseitigen Universalhafen.
Was ist am Hafen Stade geplant?
Als Norderweiterung ist ein rund 24 Hektar großes Multifunktionsterminal mit Gleisanschluss vorgesehen.
Welche Häfen sind mit Stade vergleichbar?
Besonders interessant sind Brunsbüttel, Brake und Cuxhaven, da auch dort Industrie-, Massengut- oder Spezialverkehre eine wichtige Rolle spielen.
Hafenprofile
Weitere Häfen vergleichen
Über die weiteren Hafenprofile lassen sich Kennzahlen,
Verkehrsentwicklung und Infrastruktur anderer Häfen mit
Stade vergleichen.
Statistiken
Stade in den deutschen Hafenstatistiken
Weitere Hafenvergleiche und Zeitreihen finden sich in den übergeordneten Statistikbereichen von Schiffsradar.org.
Datenbasis
Quellen und Methodik
Für Stade werden bevorzugt offizielle Angaben von Niedersachsen Ports sowie standardisierte amtliche Hafenstatistiken verwendet. Industrielle Terminalwerte und standardisierte Gesamtwerte werden nur bei identischer Abgrenzung miteinander verglichen.

